Su – The Masters House

1.300,00 

Name: The Master’s House
Maße: 52 x 72 cm
Technik: 52,5×72,5×2,4 cm, 50×70 cm Bristolkarton 492g/qm, handgeschnittene Schablone, Sprühfarbe, Glas, Holz, Splitterschutzfolie, mit Silikon fixiert
Jahr: 2021
Auflage: 1 von 1

Beschädigung am Rahmen und Glas sind Teil des Kunstwerkes.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Über die Künstlerin:
Die alevitische Künstlerin Su möchte an dieser Stelle gerne ihre Freunde grüßen.

Über die Kunst:
Utopie ist die Auseinandersetzung mit sich selbst. Es ist das Verständnis dafür, dass der Preis für ein besseres Dasein nur von manchen gezahlt wurde. Und Manche nun diesen Preis von allen fordern. Es ist die gespannte Schleuder in den Händen meiner Protagonistin. Ihre Bereitschaft sich einzusetzen, auch wenn das bedeutet sich entgegenzusetzen. Sie handelt für ihre Vorstellung einer besseren Gegenwart, unwissend, dass ihr Handeln selbst die Utopie ist. Utopie wird oft als Vollendung verstanden, als statischer Zustand, losgelöst von seinem Schaffensprozess. Ohne unsere Bemühung diese zu schaffen, kann sie aber nicht existieren. Die Protagonistin in dem von mir gewählten Motiv öffnet den ihr gesetzten Rahmen, in dem sie als Ausstellungsobjekt betrachtet wird. Sie erkennt ihre eigenen Einschränkungen und löst sie aktiv selbst auf. Und der Rahmen wird zur Munition ähnlich wie die Umstände selbst der normativen Gesellschaft zum Verhängnis werden. Das Motiv stammt von einer Fotografie der Proteste in Chile. Auch dort wurde gegen soziale Ungleichheit protestiert. In den Bildern der weiblichen Protestierenden habe ich eine Darstellung und Repräsentierung von Frauen gefunden, die mich inspiriert und die mir gefällt. Sie lässt mich mehr sein als nur ein passiver Körper. Frauen werden hier in ihrer Aktion und Auseinandersetzung dargestellt. Es erfordert Mut sich diesen sehr körperlichen und mit unter gewaltvollen Protesten zu stellen. Etwas, was oft noch mit Männlichkeit in Verbindung gebracht wird, wird durch einfache Darstellung aufgebrochen. Diese weiblichen Protestierenden sind keine hypothetischen Utopien. Sie sind real aber nicht oft genug gezeigt. Diese verminderte Sichtbarkeit ist ein Problem, dass ich nicht nur als Frau, sondern auch als nicht weiß gelesene Frau in Deutschland kenne. Darunter fallen auch die ungehörten Geschichten unserer Großeltern und Eltern, die mit rauen Händen und aufgequollenen Fingern unsere Gegenwart mitgeschaffen haben. Nicht nur die ihrer Kinder, sondern den Wohlstand einer ganzen Gesellschaft dessen Fundament sich vermengt hat mir ihrem Blut und ihrem Schweiß

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