Luise Sandberger – ohne Titel

400,00 

Name: We Are St. Pauli
Maße: 40 x 50 cm
Technik: Acryl auf Leinwand
Jahr: 2021
Auflage: 1 von 1

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Beschreibung

Über die Künstlerin:
Luise Sandberger studiert Bildende Kunst auf Lehramt an der Universität der Künste in Berlin. Nach dem Abitur am Katharineum zu Lübeck unterrichtete sie im Rahmen des Freiwilligendienstes „Musiker ohne Grenzen“ Cello und Gesang in Ghana. Bereits während ihrer Schulzeit beteiligte sie sich an verschiedenen Ausstellungen, erhielt den 1. Preis für Schüler des Lübecker Bauherren Architekturwettbewerbs sowie den Kunstpreis des Katharineums. 2015 absolvierte sie neben der Schule eine Ausbildung zur Museumsführerin. Aktuell sind ihre Werke in der Galerie des Studentenkunstmarkts vertreten.

Über die Kunst:
Diese Malerei zeigt die scheinbar selbstverständliche Toleranz, die in St Pauli vorherrscht, aber auch Mut zu radikal authentischer Individualität. Zwei Dinge, die ich aus der kleineren Stadt Lübeck kommend oft vermisst habe und in St. Pauli sehr zu schätzen weiß. Schon als Kind, wenn mich mein Vater mit ins Stadion genommen hat, war ich sofort entflammt von der abenteuerlich-betörenden, vielleicht sogar verbotenen Ausstrahlung der Viertels. Das Bild greift verschiedene Eindrücke, die ich von St. Pauli gesammelt habe auf: dreckige Straßen, zwielichtige Gassen, Nacktheit und Sexarbeit gehören führ mich einfach dazu. Die Leuchtreklame in der rechten oberen Ecke zitiert das Gemälde L’Origine du monde von Gustave Coubret von 1866, das eine behaarte Vulva zeigt und erst über 100 Jahre nach Entstehung der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die unverhältnismäßige Scham, mit der
Darstellungen von Vulven im Vergleich zu Darstellungen von Penissen auch heute noch behandelt
werden, ist ein Thema, auf das ich in meiner künstlerischen Arbeit immer wieder zurückkomme.
Formal rezipiert mein Gemälde das Stadtviertel St. Pauli als sinnliches Erlebnis. Zum Einen
durch die „Wimmelbildästhetik“ mit surrealen Proportionen und in sich verschränkten Perspektiven, zum Anderen aber auch durch knallige, kontrastreiche Farben, die oft auch komplementär aufeinander treffen.

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